Hilfe, wir sind offline!: am 27.10.2016 im ZDF

v.l.n.r.: Nina Kunzendorf (Heike), Christoph M. Ohrt (Klaus), Ludwig Skuras (Benny), Tara Fischer (Marie). © ZDF / Britta Krehl

© ZDF / Britta Krehl

Einen ganzen Monat ohne Internet, ist das noch zeitgemäß? Die Smartphone-süchtige Familie Grothoff bekommt von Mutter Heike den Internet-Entzug verordnet, und ist darüber alles andere als erfreut. Die Komödie „Hilfe, wir sind offline!“ mit Nina Kunzendorf und Christoph M. Ohrt wird am Donnerstagabend den 27.10.2016 um 20:15Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Die Grothoffs: das sind Mutter Heike, Vater Klaus und die Kinder Marie und Benny. Und eigentlich eine ganz glückliche Familie. Doch Buchhändlerin Heike stört, dass ihr Mann und ihre Kinder nur an ihren Handys und Computern hängen. Nicht mal mehr richtig unterhalten kann man sich miteinander, geschweige denn gemeinsam etwas unternehmen. Ihr platzt der Kragen und sie verordnet unter großem Protest und Missmut ihrer Familie Internet-, Handy- und Computerfreie Zone: Die Sachen lagern für einen Monat im Heizungskeller. Die Kinder und Klaus haben zunächst schlimm unter einem digitalen Entzug zu leiden, und auch Heike merkt, dass sie auf so manche Annehmlichkeit ohne Handy verzichten muss. Doch sie bleibt hart. Nicht ganz unschuldig an ihrer Aktion ist ihre Wut Klaus gegenüber, der sich auf Online-Datingportalen herumgetrieben hat. Es dauert, bis alle Familienmitglieder die Vorteile des Lebens im Flugmodus zu schätzen wissen, und schließlich ist Heike diejenige, die sich im medialen Chaos wiederfindet…

TV-Kritiker Rainer Tittelbach über „Hilfe, wir sind offline“: „[…]Der Film des Komödien-Experten Ingo Rasper, der episodisch erzählt und doch sehr klar strukturiert ist, besitzt ein flottes Tempo und findet einen passenden Rhythmus für seine Figuren und Fakten. So hat man nie den Eindruck, es mit einer Thesen-Komödie zu tun zu haben. Ein bisschen pädagogisch bzw. medienpädagogisch wertvoll und erkenntnisstiftend ist das Ganze natürlich schon – aber ohne Haltung kommt man bei diesem Thema nicht raus aus der Geschichte. Und auch wenn man bei dieser Diskurs-Dramedy nicht erwarten sollte, dass sie einem emotional nahegeht, so ist „Hilfe, wir sind offline!“ doch ein gelungener Versuch, ohne streng gereckten Zeigefinger für ein virulentes Thema zu sensibilisieren. Und Spaß hat man auch noch dabei! Die witzigsten Momente des Films sind die, in denen sich die Anstalt ZDF – wie schon in der Grimme-nominierten Sitcom „Lerchenberg“ – selbstironisch geben darf. Beim Einrichten des alten Röhren-Fernsehers gibt es öffentlich-rechtliche Nachhilfe für den unwissenden Sohnemann. „Früher gab’s nur die beiden da oben.“ ARD und ZDF. „Warum heißen die so blöd?“ Mutter hat die Ruhe weg. „ZDF – Zweites Deutsches Fernsehen. Kennst du doch sicher von den Plakaten: Mit dem Zweiten sieht man besser.“ Unverständnis. „Mit dem zweiten was denn?“ – „Mit dem zweiten Fernsehen.“ – „Man soll sich zwei Fernseher kaufen?“ Jetzt schaltet sich die Tochter ein: „So blöd können die Leute doch auch wieder nicht sein… Und warum eigentlich ‚öffentlich’, wenn das eh bloß die Alten gucken?!““